Bei der Wahl des perfekten VPN einige Aspekte beachten

Die VPNs, also die Virtual Private Networks, erfreuen sich bei allen, die viel und gerne im Web unterwegs sind, aber auch bei Torrent-Anwendern oder User mit einem hohen Sicherheitsanspruch, zunehmender Beliebtheit. Der Markt an Anbietern ist groß, was das Angebot entsprechend umfassend macht. Deshalb sollten Sie sich im Vorfeld über einige Aspekte klar werden und genau wissen, was Sie eigentlich möchten.

Allgemeine Anforderungen
Jeder hat andere Ansprüche an einen in Frage kommenden VPN-Dienstes. Wenn Sie vorwiegend vertrauliche Unternehmensdaten abrufen möchten, ist ein anderer VPN-Dienst am besten geeignet, als wenn Sie vorwiegend Streaming-Dienste nutzen möchten, die eventuell an ihrem Aufenthaltsort gesperrt sind. In erster Linie sollten Sie allgemeine Ansprüche wie die Geschwindigkeit der Übertragung, aber auch die 100%ige Zuverlässigkeit klären. Ihr hauptsächliches Augenmerk sollten Sie jedoch in Richtung Ihrer eigenen Sicherheit lenken. Und damit stehen Sie vor der ersten Herausforderung. Denn was macht einen Anbieter tatsächlich in dieser Hinsicht vertrauenswürdig?

Die Antwort liegt in den AGB
Wie seriös und vertrauenswürdig ein Anbieter für VPN-Dienste ist, können Sie unter anderem an bzw. in den AGBs erkennen. Denn hier geben viele Anbieter bereits komplett offen zu, dass sie Filesharing nicht zulassen. Das kann mitunter ein konkreter Hinweis darauf sein, dass er es mit Ihrer Anonymität tatsächlich ernst meint. Ein weiterer Aspekt, der für die Seriosität des Anbieter spricht, ist dass die Verbreitung von Kinderpornographie vorwiegend untersagt ist. Bei den derzeit bekannten diesbezüglichen Unternehmen ist eine diesbezügliche Klausel in den AGBs enthalten, ebenso wie eine solche, die das übertriebene Nutzen des VPN-Tunnels durch Botnetze untersagt ist.

Sicherer Zugriff als wichtigster Anspruch
Wenn ein sicherer Zugriff von außen der entscheidende Grund ist, warum Sie sich einen VPN-Dienst zunutze machen möchten, dann benötigen Sie kein VPN-Abonnement. Denn ein VPN macht nur dann Sinn, wenn Sie auf ein entferntes Netzwerk, also etwa ein öffentliches Netzwerk oder ein firmeninternes, zugreifen möchten. Sollten Sie allerdings Inhalte nutzen möchten, die außerhalb Ihres Landes angeboten werden – etwa Streamingdienste wie Spotify oder Netflix – dann sollte Ihr VPN-Dienst seine Server in einer geographischen Region haben, über die ein Abrufen der Inhalte auch möglich ist. Es gibt viele Anbieter, die grundsätzlich ihre zahlreichen Server in anderen Ländern weltweit betreiben. Treffen Sie die Wahl Ihres VPN-Anbieters demnach nach den Inhalten, die Sie beziehen möchten. Wenn Sie gerne britische Infos oder Streamingdienste nutzen, ist ein VPN-Dienst mit Servern in Großbritannien die richtige Wahl.

Sicherheit und Anonymität als Entscheidungsfaktor
Sie finden den für Sie optimalsten VPN-Dienst aber auch einfach dadurch, dass Sie sich selbst klar machen, wie wichtig Ihnen Sicherheit von unterwegs ist. Gerade im modernen digitalen Zeitalter kann es nicht verkehrt sein, dass Sie sich derartige Gedanken machen – gerade wenn Sie häufig Internet mobil nutzen. Hier bieten Ihnen VPNs ein hohes Maß an Sicherheit und Anonymität. Das ist vor allem dann wichtig, wenn Sie WLAN-Spots nutzen. Immerhin gibt es gerade bei dieser Option wenig Garantie auf Sicherheit. Stelen Sie bei der Wahl Ihres VPN sicher, dass ausschließlich sichere Remote-Verbindungen genutzt werden. Dabei spielt auch die verfügbare Bandbreite eine wichtige Rolle, hauptsächlich dann, wenn Sie Videos streamen oder online Games spielen möchten.

Anspruch an absolute Anonymität
Sollte Ihr Anspruch sein, dass Sie im Netz komplett anonym bleiben, sollten Sie bei der Wahl Ihres VPN-Anbieters darauf achten, dass dieser keine Logs speichert und viele Nutzer hat. Denn je größer der Dienstleister ist und je mehr User er hat, desto komplizierter und aufwändiger wird es, jeden einzelnen Nutzer zu finden. Informieren Sie sich genau über das VPN-Protokoll, das zur Anwendung kommt und welche Verschlüsselung dabei verwendet wird. Gerade bei diesen beiden Punkten können zwischen den einzelnen Diensten erhebliche Unterschiede bestehen.

Weitere Aspekte, die wichtig sind
Natürlich spielt auch der Preis eine Rolle bei der Wahl des passenden Anbieters für VPN. Doch fragen Sie sich auch, ob es möglich ist, den VPN-Dienst eventuell auf unterschiedlichen Geräten zu nutzen. Dazu müssen parallele Verbindungen erlaubt sein. Erkundigen Sie sich, ob es zusätzlich eine Smartphone-App gibt. Derartige Informationen sind zwar manchmal ebenso schwierig zu finden wie Angaben zur Bandbreite und zu den möglichen Verbindungen, doch deren Informationen sind wichtig. Immerhin können sie den Unterschied zwischen einem guten und einem herausragenden VPN-Anbieter ausmachen.

Eine Rolle spielt auch, woher Ihre zukünftige IP-Adresse kommen soll. Denn es gibt Länder, die das private Filesharing erlauben. Dazu gehört unter anderem die Schweiz. Achten Sie, dass der Anbieter seine Server in einem Land hat, das Rechteverwertern keine großen Optionen bietet. Länder wie USA, Deutschland, aber auch Frankreich sind hier eher negativ aufgefallen. Doch natürlich macht es auch keinen Sinn, wenn sich das Land mit dem genutzten Server komplett am anderen Ende der Welt befindet. Das hat nämlich Auswirkungen auf die Leistungskapazität des Pings.

Zahlungsmöglichkeiten und Support als Qualitätskriterien
Bevor Sie sich für einen VPN-Dienst entscheiden, erkundigen Sie sich, wie die Gebühren zu zahlen sind. Wenn Sie diese mit Ihrem normalen Homebanking-Zugang und mit Ihrem tatsächlichen Namen leisten können, sollten Sie von diesem Anbieter eher Abstand nehmen. Wirklich anonym sind Zahlungsmittel wie eine Paysafecard oder Bitcoins, auf keinem Fall aber Bargeld oder Überweisungen. Auch Paypal ist hier kein zuverlässiger Dienstleister als Zahlungsform, denn auf Anfrage geben diese entsprechende Informationen über Transaktionen immer weiter. Damit kann der Weg der Zahlung direkt zu Ihrem Girokonto zurück verfolgt werden. Last but not least geht es bei der Qualität eines VPN-Dienstes auch um die Frage des Supports. Wie ist dieser erreichbar und wie können Sie gegebenenfalls mit ihm in Kontakt treten. IRC oder Jabber und Emails sind die anonymsten Optionen der Kommunikation. Achten Sie aber in jedem Fall auf eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung im Fall einer Kontaktaufnahme. Stellen Sie sicher, dass Ihr Wunschanbieter für VPN das Open VPN System nutzt, denn PPTP, also das Point-to-Point-Tunneling Protokol ist längst komplett unsicher und wurde nicht nur einmal bereits von Hackern erfolgreich geknackt.